Die Kinder - Box
Im letzten Herbst, als der Himmel draußen mal wieder grau war und noch nicht einmal unser Hund raus wollte, hockten wir nachdenklich vor dem Kamin und blubberten vor uns hin ... „Warum machen wir nicht mal was, was Kindern richtig Spaß macht und wo man vielleicht sogar was dabei lernt, ohne sich zu langweilen?“. Wir haben uns in der Schule nämlich viel gelangweilt.
Damit war der Nachmittag gerettet - wir haben uns das Tropica Kinder - Set mit wundersamen Pflanzen ausgedacht und hatten viel Spaß dabei. Und wir sind sicher, auch Du wirst viel Spaß haben mit den kleinen Samen, aus denen einmal stolze Pflänzchen werden.
Alles, was Du brauchst, um kleine Pflanzen selbst anzuziehen, haben wir in dieses Paket gepackt.
- 8 Samen der Erdnuss
- 10 Samen der Topfbaumwolle
- 50 Samen der Echten Mimose
- 3 Samenschilder
- 3 Tontöpfe zur Anzucht
- Ausreichend Anzuchtsubstrat
- Eine Anzuchtanleitung mit spannenden Geschichten zu allen Pflanzen

Und so geht's:
Du benötigst zunächst einmal ein kleines Zimmergewächshaus. Die kleinen Samen haben es nämlich am liebsten mollig warm. Wenn Du kein Gewächshaus hast, nimmst Du direkt die kleinen Tontöpfe, über die Du einfach etwas Haushaltsfolie mit einigen Löchern spannst. In das Gewächshaus bzw. die Töpfe füllst Du die beigelegte Erde. Dies ist eine ganz besondere Erde, die für die Samen viel besser geeignet ist als normale Blumenerde. In normaler Blumenerde ist nämlich ganz viel Dünger und sie ist nicht besonders luftdurchlässig. Und weil die Samen allen Dünger, den sie brauchen, schon in Ihrer Schale haben, würden sie in der Blumenerde wohl verschimmeln.
Also - die besondere Erde feuchtest Du gut an (sie sollte wirklich bis zum Boden feucht sein) und achte auch in den folgenden Wochen darauf, daß die Erde immer leicht feucht bleibt. Und mache die kleinen Schiebedeckel oben im Dach des Gewächshauses auf bzw. nehme von den Töpfchen alle 2 bis 3 Tage für einige Stunden die Folie ab, damit genug frische Luft an die Erde kommt.
Die Samen setzt Du jetzt so tief in die Erde, wie sie selbst dick sind und bedeckst sie dann wieder mit Erde. Am besten machst Du ein oder zwei kleine Reihen für jeden Samen (so wie der Bauer die Ackerfurche), damit Du nachher noch weißt, was Du wo ausgesät hast.
Und jetzt heißt es warten, bis aus den Samen in der Erde kleine Keimlinge werden, die dann durch die Erde stoßen und ans Licht wollen. Aber laß sie ruhig noch im Gewächshaus oder im Topf. Drehe das Gewächshaus oder den Topf alle paar Tage einmal um, damit die kleinen Pflänzchen, die ja immer zum Licht hin wachsen, nicht schief werden. Wenn die ersten Pflänzchen an den Deckel bzw. die Folie stoßen, nimmst Du den Deckel bzw. die Folie einfach ganz ab und achtest weiterhin darauf, daß die Erde immer leicht feucht bleibt.
Nach ungefähr 5 bis 6 Wochen wird es Zeit, die Keimlinge zu vereinzeln. Dazu mußt Du die Erde um die Keimlinge vor dem Umtopfen ganz vorsichtig mit einem Stäbchen oder einem Löffelstiel lockern. Achte bitte darauf, daß Du die kleinen empfindlichen Wurzeln dabei nicht verletzt. Jetzt hätten die kleinen Sämlinge am liebsten „Pikiererde“, weil in dieser Erde bereits ein wenig Dünger ist, aber eben noch nicht so viel wie in „normaler“ Blumenerde. Nach weiteren 3 Wochen kannst Du die Pflänzchen in einen größeren Topf und jetzt auch in normale Blumenerde umpflanzen.
Übrigens: Nicht aus allen Samen kommen kleine Keimlinge heraus. So ist das immer in der Natur. Und deshalb haben wir Dir von jeder Pflanze ja auch mehrere Samen in diese Kiste gelegt (sicher ist sicher).
Die Baumwolle
Die Baumwolle gehört zu den ganz alten „Kulturpflanzen“ der Menschen. Ihre Urheimat ist das ferne Afrika. Auch heute noch wird sie zumeist von Hand abgepflückt. In Deinem T-Shirt, Deinem Pullover und in ganz vielen anderen Kleidungsstücken ist Baumwolle drin.
Die Pflanze wird 40 bis 50 cm hoch und ist mehrjährig; das heißt, nach dem Winterschlaf kommt sie im nächsten Jahr wieder.
Nach etwa 5-6 Monaten setzt die Baumwolle weiß-gelbe Blüten an, aus denen sich die golfball-
großen Baumwollkapseln bilden. Wenn die Kapseln reif sind, trocknen sie, springen auf und es erscheint ein dicker, lockerer und weicher Flausch. Das sind die Samenhaare, die wir Baumwolle nennen.
Dieser Flausch wird abgepflückt und kann zu Fasern verarbeitet werden, aus denen dann wieder unsere Kleidung gemacht wird. Für einen Pulli wächst natürlich zu wenig Baumwolle an Deiner Pflanze und Du hast bestimmt auch nicht so eine große Maschine, aber sicherlich hast Du eine ganz eigene Idee, was man mit den weichen Flauschbällchen alles anstellen könnte.
Die Mimose
Viele Pflanzenliebhaber glauben, daß Pflanzen, wenn man mit ihnen spricht und ihnen Zuneigung zeigt, dies empfinden und mit besserem und kräftigerem Wachstum reagieren. Und viele Menschen streiten auch darüber, ob Pflanzen „fühlen“ können wie wir Menschen. Was meinst Du?
Die Mimose kommt aus Brasilien, zu uns und reagiert auf jede Berührung. Der Volksmund nennt sie liebevoll “Rühr mich nicht an“. Denn bei der leichtesten Berührung klappt die Mimose ihre Fiederblättchen paarweise nacheinander entlang Ihrer Mittelrippe ein und senkt den Blattstiel. Forscher erklären das mit der Empfindlichkeit der Pflanze auf Erschütterungen oder Veränderung der Temperatur in ihrer Umgebung. Nach etwa 15-20 Minuten (wenn wieder alles sicher erscheint), kehrt sie zu ihrer Ausgangsstellung zurück.
Nachts nimmt die Mimose eine ganz ähnliche Schlafstellung ein. Die Fiederblätter sind zusammengeklappt und die Blätter hängen nach unten. Wenn es in Deinem Zimmer langsam dunkel wird kannst Du das sehr schön beobachten.
Etwa 3-4 Monate nach der Aussaat setzt die Blüte ein. Die Blüten ähneln kleinen rosafarbenen Bällen. Sie halten zwar nur einen Tag, aber dafür werden auch täglich neue Blüten gebildet.
Die Erdnuß
Hättest Du’s gewußt? Die Erdnuss stammt ursprünglich aus dem tropischen Amerika; genauer aus Brasilien oder Peru. Und auch den Gräbern der Inkas, die dort vor langer Zeit lebten, wurden sie häufig als „Wegzehrung“ beigelegt. Die Inkas glaubten nämlich, daß sich die Verstorbenen auf eine ganz lange Reise machen und da brauchten Sie schließlich auch etwas zu Essen.
Als die Erdnuß von den spanischen Eroberern dann im 16. Jahrhundert entdeckt und auf der ganzen Welt verbreitet wurden, fanden die Menschen erst einmal nicht besonders viel Spaß an ihr. Sie galt „nur“ als eine Nahrung für arme Menschen.
Erst seit der Erfindung der gerösteten Erdnüsse, die wir wohl alle kennen und der besonders bei den Kindern in Amerika so beliebten Erdnußbutter ist die Erdnuß auf der ganzen Welt berühmt.
Gemüse, Strauch, Baum oder was?
Na, wo wächst denn die Erdnuß eigentlich? Wie eine Walnuß am Baum oder wie eine Kartoffel als Teil der Wurzel im Boden. Stimmt beides nicht. Bei der Erdnuß geht das nämlich so:
Inmitten grüner ovaler Blätter bildet die Erdnußpflanze goldgelbe Blüten aus. Diese Blüten sind nur wenige Stunden geöffnet, bestäuben sich selbst und sind schon nach kurzer Zeit verwelkt.
Die Erdnusspflanze verlängert nun ihren Blütenstiel, an dessen Spitze der Erdnußkeim sitzt und senkt ihn in den Boden. Dort entwickelt sich dann in wenigen Monaten die Frucht und die Erdnüsse reifen heran. Währenddessen wächst und blüht die Pflanze munter weiter und erreicht eine Höhe von ungefähr 50 cm. Von der Anzucht bis zur Ernte vergeht dabei ein Zeitraum von ungefähr fünf Monaten. Ist doch ganz schön raffiniert - das mußt Du zugeben.
Übrigens: Nüsse, die Du nicht ißt, kannst Du wieder einpflanzen.
Jetzt wird es lecker! Die Zubereitung der Erdnüsse.
Wenn die Pflanze ihre Blätter verfärbt und welken läßt, sind die Erdnüsse reif und können geerntet werden. Dazu gräbst Du die ganze Pflanze aus und breitest sie 2 Tage zum Trocknen aus. Dann erst können die Früchte von dem „Heu“ getrennt werden.
Rösten: Rohe Erdnüsse schmecken fast wie rohe Bohnen; erst beim Rösten werden sie so lecker, wie wir sie alle kennen. Röste Deine „Ernte“ zusammen mit Deiner Mutter oder Deinem Vater (am besten mit beiden) entweder in einer geölten Pfanne oder 30-45 Minuten im Backofen. Mische die Nüsse dabei häufiger durch und prüfe den Bräunungsgrad, indem Du die Haut von einigen Nüssen abziehst
(Vosicht! Heiß!).
Salzen: Lass’ die gerösteten Nüsse abkühlen und enthäute Sie sie durch leichtes Pressen zwischen Daumen und Zeigefinger. Dann wärmst Du die Nüsse mit Butter (1 Teelöffel pro 1 Tasse Nüsse) wieder an, legst sie dann auf Küchenpapier aus und streust etwas Salz über die möglichst noch warmen Erdnüsse.
Na dann - Guten Appetit!